Gewerbeanmeldung #1
Hallo alle da draussen!
jetzt habe ich wieder so eine lange Blogpause gehabt.
Es ist einfach so unglaublich viel Los in der realen Welt, hier mit den Kindern, mit unserem Leben und mit mir.
Wir haben Lücken geschaffen um aktiv an unserer Zukunft zu arbeiten und stellen fest, dass es ungeheuer Wichtig ist.
Ida war im Krankenhaus.
Ich habe ein Gewerbe angemeldet und darf jetzt meine genähten Sachen verkaufen. Ich habe 3 Taufoutfits genäht, was unglaublich viel Arbeit war. ich bin dabei, meine facebookseite einzurichten und ich habe eine Fortbildung gemacht. Nun kommt langsam wieder die Ruhe und ich bin etwas verschnupft, habe Kopf- und Halsschmerzen.
Seit vorgestern habe ich auch einen Platz bei einer Tagesmutter für Lotta und deshalb hoffe ich, das ich bald viel mehr schreiben kann... und nähen.... und zeigen.... und ich habe Pläne. Ein Freebook schwebt in meinem Kopf herum... Aber das braucht noch Zeit.
In der letzten Zeit habe ich viel in facebook gelesen. Viele wollen ihr genähtes gerne verkaufen und ich muss gestehen, auch ich habe lange rescherschiert um Infos darüber zu bekommen. Deshalb möchte ich darüber berichten, wie es mir ergangen ist, ein Gewerbe anzumelden.
Ich wohne in NRW. Und ich hatte echt keine Ahnung.
Die Idee, vielleicht mal was im Kindergarten meiner Tochter zu verkaufen, oder vielleicht auch irgendwann im Internet trug ich schon länger mit mir herum. Ich habe oft darüber nachgedacht ob ich schon weit genug bin, ob es schon dafür reicht es zu verkaufen.
Meine Vorraussetzung war, eine Overlockmachine. Ich denke Kinderkleidung ohne Overlock zu nähen und die dann zu verkaufen geht nicht. Es sieht einfach besser, wertiger und professioneller aus. Das habe ich schnell gemerkt und ich liebe meine Overlockmaschine. Inzwischen benutze ich sie fast öfter als die "normale" Nähmaschine ;-)
Vor ca. 2 Jahren habe ich angefangen zu nähen und ich hatte recht schnell tolle erfolge.
Ich bin dann einfach in einer spontanen Aktion zum Bürgerbüro unserer Gemeinde gegangen und hab da nachgefragt, und schwups war ich angemeldet. Zur Anmeldung habe ich den Bogen für das Finanzamt "zur steuerlichen Erfassung" bekommen. Den muss man innerhalb von 2 Wochen abschicken.
Nun habe ich dann mal angefangen zu suchen. Also irgendwie eine verdrehte Aktion. (weil man besser erstmal zur Handwerkskammer geht und dann zur Stadt, Gemeinde...)
Ich bin eigentlich kein Mensch, der einfach mal handelt, ohne vorher genau zu wissen, was passiert. Hier war es so. Also eine Bauchentscheidung, die ich während des Ausfüllens des Bogens für das Finanzamt schon auch bereut habe.(Hä? Was ist denn Einnahmen-Überschuss-Rechnung??)
Ich habe mich durch viele Foren geklickt und jeder hatte andere Erfahrungen mit der Handwerkskammer, Kleingewerbe, Gewerbeanmelden etc. Viele sagten, dass man einen Abschluss als Schneiderin haben muss um in die Handwerkskammer zu kommen. Viele aber durften auch ohne Ausbildung Kinderkleidung nähen und verkaufen. Ich habe kein richtiges Bild gewinnen können und entschied mich direkt nachzufragen
Ich habe dann auf der Internetseite der Handwerkskammer den Link zum Starter Center der HWK gefunden und dachte, vielleicht sind die da etwas liebevoller mit Einsteigern, die alles verdreht angehen und nichts genau wissen. Ich schrieb eine Email. Ich packte alles rein, was ich schon unternommen hatte, ich habe auch genau beschrieben was ich mache und dass ich gerne ein bisschen was verkaufen möchte und das eben auf dem richtigen Wege.
Dann habe ich gedacht: "Die Kinderkleidungssache kannst Du vergessen. Das klappt nie im Leben."
Die Antwort kam prompt: "Bitte kommen sie vorbei um die Eintragung vorzunehmen."
2 Wochen später fuhr ich dann ins Starter Center und traf auf eine super nette Frau, die mich Gut beraten und mir sehr geholfen hat. Ich musste Lotta mitnehmen und war dementsprechend verunsichert, wollte mich schon entschuldigen, dass ich sie leider mitbringen musste. Da schenkt sie Lotta erst ein Pixibuch und spielt mit ihr auf dem Boden, während ich die ganzen Formulare ausfülle. Ich war wirklich begeistert.
Wichtig ist zu erwähnen, dass ich das Ganze Nebenberuflich mache und nicht mehr als 12500€ im Jahr damit verdienen werde.
Maßscheidern ist seit 2004 Zulassungsfrei, d.h. man benötigt keinen Meister bzw. keine Ausbildung. Das habe ich dann auch bei der HwK Düsseldorf gefunden. Bitte unter Punkt 19, weit unten. Hier!
Die Anmeldung kostet 120€ und man kann soviel eintragen, wie man möchte. Jede weitere Eintragung kostet aber wieder so viel. Dann ist das erste Jahr Beitragsfrei und jedes weitere kostet zwischen 75 und 80€. Die Anmeldung im Bürgerbüro hat 20€ gekostet.
Ich habe diesen Post verfasst, weil ich selber soooo unendliche viele Fragen für genau diesen Bereich hatte und ich habe fast nichts dazu gefunden. Deshalb ist es mir Wichtig, meine Infos weiter zu geben. ich kann aber natürlich keine Beratung bei der HwK oder beim Bürgerbüro eurer Stadt ersetzen.
Außerdem ist es ein Erfahrungsbericht. Andere Personen machen andere Erfahrungen.
Ich wünsche Euch alles Gute!
Eure Paula
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